Symbolbild: One-Click-Übersetzung startet die Lokalisierung von Text, Bilder und Medien erfordern zusätzliche Schritte.
„Ein Klick, und der Kurs ist übersetzt.“ Wenn man Trainingsinhalte in mehreren Sprachen ausrollt, klingt das wie die perfekte Abkürzung. Genau deshalb haben wir Articulate Localization in der Praxis getestet: Was passiert tatsächlich bei diesem Klick, und welche Arbeit startet dadurch erst?

Articulate Localization:

One-Click vs Realität.
Was nach dem Klick wirklich übrig bleibt.

Dieser Beitrag erklärt, was die One-Click-Übersetzung von Articulate Localization tatsächlich abdeckt – und was nicht. Er hilft dabei, Aufwand und Risiken realistisch einzuschätzen, bevor aus „ein Klick“ schnell mehrere Stunden Nacharbeit im Projekt werden.

Kurz gesagt: One-Click ist ein schneller Einstieg für Text. Release-fähig wird ein Kurs jedoch erst nach sprachlicher Prüfung, Terminologieabgleich und technischer Nachbearbeitung – insbesondere im Medienmix

Definition: In Articulate Localization, erstellt der „One-Click“ einen ersten maschinellen Übersetzungsentwurf innerhalb von Rise/Storyline. Damit die Inhalte release-ready sind, sind noch sprachliche Reviews, Terminolgieprüfungen und technische Qualitätssicherung notwendig.

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Was „One-Click“ in Articulate Localization wirklich bedeutet

Articulate Localization übersetzt Inhalte direkt in Articulate 360, ohne Export-Import-Runden. Das ist praktisch, weil man:

  • schneller zu einer ersten Sprachversion kommt,
  • Änderungen im Original leichter auf weitere Sprachen übertragen kann,
  • Reviews im Kontext organisieren kann (z. B. über Review 360).

 

Aber: Der Klick erzeugt in vielen Fällen eine Rohfassung. Und eine Rohfassung ist noch kein Kurs, den man guten Gewissens veröffentlicht.

Was wird automatisch übersetzt und was bleibt liegen?

Die wichtigste Frage ist nicht „Übersetzt es?“, sondern: Welche Teile meines Kurses sind überhaupt im Übersetzungsumfang enthalten?

In der Praxis klappt One-Click gut bei

  • Text im Kurs-Editor (z. B. Absätze, Überschriften, Lektionstitel)
  • Navigation und Standard-UI-Texte innerhalb des Tools
  • einfachen, textlastigen Kursen ohne viele Sonderfälle

 

Typische Lücken, die nach dem Klick Arbeit verursachen

  • Bilder mit Text (Screenshots, Infografiken, UI-Abbildungen)
  • eingebettete PDFs und Dokumente
  • Videos mit On-Screen-Text (Einblendungen, Labels, Captions im Bild)
  • Storyline-Blöcke in Rise (interaktive Einbettungen sind ein eigenes Ökosystem)
  • Layoutfolgen durch Textlängen: abgeschnittene Buttons, Umbrüche, Überläufe
  • Timing und Medienlogik: Untertitel-Längen, Cue Points, Audio-Varianten

 

Wenn der Kurs also mehr ist als reiner Text, ist One-Click kein Endpunkt, sondern der Startschuss.

Die häufigste Fehleinschätzung: „Übersetzung ist fertig“

In Projekten scheitert es selten daran, dass die Maschine keine Wörter findet. Der Engpass ist fast immer:

1. Qualitätssicherung (sprachlich)
  • Kontextfehler
  • Stil- und Tonalitätsbrüche
  • inkonsistente Terminologie, besonders ohne sauberes Glossar-Setup

2. Nacharbeit (technisch)
  • Layout-Anpassungen (DTP)
  • Medienassets austauschen (Grafiken, Screenshots, Videoelemente)
  • Interaktionen und Sonderfälle prüfen (Storyline, Trigger, Variablen, UI)

Das ist kein „Tool-Problem“. Das ist die Realität von E-Learning-Produktion.

Mini-Checkliste: Was man nach dem One-Click unbedingt prüfen sollte

Wenn man One-Click nutzen möchte, muss man diese Punkte fest einplanen:

Sprachliche QA

  • Terminologie: stimmen Fachbegriffe und Produktnamen?
  • Tonalität: einheitlich (Sie/Du, formell/informell), passend zur Zielgruppe
  • Verständlichkeit: ist der Inhalt in der Zielsprache wirklich nutzbar?

Technische QA

  • Überläufe und Umbrüche: Buttons, Beschriftungen, Tabellen, Labels
  • Medienmix: Untertitel, Audio, Video-On-Screen-Text, Grafiken
  • Interaktionen: Klickpfade, Trigger, Variablen, Zustände
  • Regression nach Updates: wurde etwas „neu übersetzt“ und alte Korrekturen überschrieben?

Wenn man das nicht einplant, spart man vorne Minuten und bezahlt hinten Tage.

Praxisbeispiel aus Projekten:
Wenn Terminologie mehr ist als ein Glossar

Ein typischer Pain Point aus Trainingsprojekten: unterschiedliche Terminologie aus mehreren Softwares in einem Kurs.


Da reicht „KI plus schnelle Sichtprüfung“ nicht, weil man pro Screen entscheiden muss, welcher Begriff in diesem Kontext wirklich gemeint ist (Register, UI-Bezug, Produktmodul, Nutzerrolle).


One-Click liefert den Entwurf. Die Qualität entsteht im Kontext.

Für wen funktioniert One-Click richtig gut und für wen nicht?

One-Click ist oft sinnvoll, wenn:

  • Kurse textlastig sind,
  • man schnell eine erste Version benötigt (z. B. interne Abstimmung),
  • man einen klaren Review-Prozess hat.

 

One-Click wird riskant, wenn:

  • viele Medien enthalten sind (Video, Audio, Untertitel, Grafiken),
  • die Inhalte marken- oder sicherheitskritisch sind,
  • mehrere Sprachen parallel gepflegt werden und Updates häufig sind.

Podcast zu diesem Beitrag:
Folge 1 „Das One-Click-Versprechen“

Lieber hören als lesen? Diese Folge ist die Audio-Version des Praxischecks, inklusive der wichtigsten Beispiele.

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Einführung: Articulate Localization im Realitätscheck ↗

Beitrag 2: Maschinelle Übersetzung vs menschliches Review ↗

Beitrag 3: Technische Grenzen (Medienmix, Updates, Layout, Storyline)

Beitrag 4: Terminologie und Konsistenz sichern ↗

Beitrag 5: Kosten realistisch planen (wo Aufwand wirklich entsteht) ↗

Abschluss: Eine kleine zusammenfassende Übersicht ↗

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Articulate Localization

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um unseren Service im Bereich Articulate Localization. Wir haben die wichtigsten Informationen für dich zusammengestellt. Solltest du weitere Fragen haben, zögere nicht, uns direkt zu kontaktieren.

Übersetzt Articulate Localization wirklich „alles“ im Kurs?

Nein. Text im Editor funktioniert gut. Inhalte wie Bilder mit Text, eingebettete PDFs, Medien-Elemente und bestimmte interaktive Sonderfälle erzeugen in der Praxis Zusatzaufwand.

Bei einfachen Kursen manchmal. Sobald Terminologie, Tonalität, Medien und Updates relevant sind, braucht man einen festen QA-Prozess pro Zielsprache, sonst wird es teuer oder riskant.

Dass Teams nur Übersetzung kalkulieren und Review, technische Nacharbeit und Update-Handling nicht als echte Projektarbeit einplanen.

15 Minuten Klarheit statt Projekt-Überraschungen

Wenn du Articulate Localization nutzen möchtest (oder schon nutzt) und wissen willst, ob One-Click in deinem Setup wirklich Zeit spart, schauen wir gemeinsam kurz drauf:

  • Kursstruktur (Rise, Storyline, Blends)
  • Medienmix (UI, Untertitel, optional Audio)
  • Sprachen, Update-Frequenz
  • Review- und Freigabeprozess
Schreibtisch mit Tastatur, Maus, Kaffee, Brille und Block als Symbol für ein Lektorat.

ÜBERSETZUNG

„Made in Germany“ aus Baden-Württemberg steht weltweit für Qualität. Diesem Ruf fühlen wir uns verpflichtet. Eine hochwertige Übersetzung ist gut lesbar, leicht verständlich und für das Ziel­publikum nicht als Übersetzung erkennbar. Das ist unser Anspruch.

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